1400 registrierte Selbstmordfälle im Jahre 2017

1400 registrierte Selbstmordfälle im Jahre 2017

01:18 - 24 August 2018


Hengaw: Laut offiziellen Angaben eines iranischen Zentrums für Statistik, haben im vergangenen Jahr knapp 1400 kurdische Bürger im Iran Selbstmord begangen, was einen Anteil von 28 % aller Selbstmordfälle im Iran ausmacht.

Unter Berufung auf einen von Omid Mohaddes, Generaldirektor des Büros für die Koordinierung von Jugendangelegenheiten, veröffentlichten statistischen Berichtes, wurden im Jahre 2017 insgesamt 4992 Selbstmordfälle im Iran registriert.

Laut Statistiken, die von dieser Organisation veröffentlicht wurden, wurden in den kurdischen Provinzen, darunter Ilam, Kirmashan, Lorestan, Kordestan und West-Aserbaidschan, insgesamt 1.395 Selbstmorde registriert. Dies macht einen Anteil von 28 % aller Selbstmordfälle im Iran aus.

Die kurdische Provinz Ilam macht mit 550.000 Bürgern den geringsten Bevölkerungsanteil im Iran aus und weist die höchste Suizidrate auf.

Nach der Provinz Ilam folgen die Provinzen Kirmashan mit 209 Fällen auf Platz sechs und West-Aserbaidschan mit 151 Fällen auf Platz zehn. Auch die Provinz Lorestan mit 135 Fällen und die Provinz Sanandaj mit 100 Fällen weisen auf der Rangliste eine der höchsten Suizidraten im Land auf.

Von den 1.395 Selbstmordfällen in Kurdistan wurden 570 von Frauen und 825 von Männern ausgeführt. Dem Bericht zufolge galten Armut und Arbeitslosigkeit zu häufigsten Beweggründen.