Der 17-jährige Amirali Heidari wurde von iranischen Streitkräften in Kermanshah außergerichtlich getötet
Hengaw – Montag, 12. Januar 2026
Amirali Heidari, ein 17-jähriger kurdischer Junge aus Kermanshah, wurde während der jüngsten Proteste in der Stadt durch direkten Schusswaffenbeschuss iranischer Staatskräfte getötet. Die iranischen Behörden haben seine Familie unter Druck gesetzt, seinen Tod als Folge eines Sturzes aus großer Höhe darzustellen.
Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Hengaw wurde Amirali am Abend des 8. Januar 2026 von Regierungstruppen erschossen.
Eine der Familie nahestehende Quelle berichtete Hengaw, dass Amirali in der Kashani-Straße im Stadtteil Elahiyeh in Kermanshah von einer Kugel aus einem Kalaschnikow-Gewehr in die Nähe des Herzens getroffen wurde, was zu seinem Tod führte.
Die Quelle fügte hinzu, dass Amiralis Leichnam seiner Familie erst nach Zahlung von einer Milliarde Toman übergeben wurde. Während seiner Beerdigungszeremonie auf dem Friedhof des Dorfes Tuh-Lali wurde mindestens ein Teilnehmer, der Protestparolen skandierte, von Staatskräften gewaltsam festgenommen.
Hengaw hat erfahren, dass in der offiziellen forensischen Todesbescheinigung keine Schussverletzungen erwähnt werden, sondern fälschlicherweise ein Sturz aus großer Höhe als Todesursache angegeben ist.