Angriffe der Revolutionsgarden auf PDKI-Stützpunkte töten zwei Peschmerga-Frauen und einen Zivilisten

19 April 2026 13:33

Hengaw — Sonntag, 19. April 2026

Zwei weibliche Peschmerga, Neda Miri und Samira Allahyari, sowie ein Zivilist, Shahin Azarbarzin, wurden bei Raketen- und Drohnenangriffen der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) getötet. Ziel der Angriffe waren Stützpunkte der Demokratischen Partei Kurdistans im Iran (PDKI) in der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Zwei weitere Peschmerga wurden zudem schwer verletzt.

Nach Informationen der Hengaw-Organisation für Menschenrechte wurden die Angriffe am Freitagnachmittag, dem 17. April 2026, im Rahmen einer koordinierten Operation durchgeführt. Streitkräfte griffen PDKI-Stellungen in den Bergregionen von Khalifan sowie das zivile Lager Jezhnikan an – eine Wohnsiedlung für Familien mit Verbindungen zur Partei in der Nähe von Erbil. Bei den Angriffen kamen sowohl Raketen als auch Selbstmorddrohnen zum Einsatz.

In den Bergregionen von Alana nahe Khalifan wurden die beiden Peschmerga-Frauen Neda Miri aus Sanandaj (Sine) und Samira Allahyari aus Divandarreh durch Raketenangriffe getötet. Gleichzeitig wurde bei Drohnenangriffen auf das Lager Jezhnikan ein Peschmerga, Nader Azarbarzin aus Piranshahr, schwer verletzt. Sein 21-jähriger Sohn Shahin Azarbarzin wurde bei demselben Angriff getötet. Der Zustand von Nader Azarbarzin wird als kritisch beschrieben.

Hengaw verurteilt die Angriffe auf zivile Wohngebiete und Familien und betrachtet diese als klaren Verstoß gegen das Völkerrecht sowie gegen die Souveränität der Autonomen Region Kurdistan.

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