Covid-19 in iranisch Kurdistan: Mind. 315 Tote – Stand: 28. März 2020

Covid-19 in iranisch Kurdistan: Mind. 315 Tote – Stand: 28. März 2020

23:08 - 29 March 2020


Hengaw: Bis zum 28. März 2020 sind mindestens 315 mit Covid-19 (Coronavirus) infizierte Menschen in iranisch Kurdistan gestorben.


Unter Berufung auf die registrierten Daten der Menschenrechtsorganisation Hengaw, sind bisher mindestens 315 Menschen in iranisch Kurdistan infolge der Infizierung mit Covid-19 (Coronavirus) gestorben. (Stand: 28. März 2020).


Tote nach Provinzen
Provinz Ilam: 51 Tote ( 17 Frauen, 34 Männer)
Provinz Kermanshah: 70 Tote (25 Frauen, 45 Männer)
Provinz Kordestan: 115 Tote (35 Frauen, 80 Männer)
Provinz West-Aserbaidschan: 79 Tote (26 Frauen, 53 Männer)
Laut einer aktualisierten Statistik der iranischen Regierung seien in iranisch Kurdistan bisher 155 Todesfälle registriert worden.


Die folgenden fünf Städte haben die meisten Toten zu beklagen:
Saqqez: 52 Tote
Kermanshah: 35 Tote
Urmia: 30 Tote
Ilam: 24 Tote
Sine: 19 Tote


Iranisch Kurdistan ist stark unterentwickelt und verarmt. Die Lebensbedingungen in den kurdischen Mehrheitsregionen sind schlecht und werden von der Zentralregierung vernachlässigt. Die allgemeine Unterentwicklung der kurdischen Provinzen bedeutet auch, dass sie über keine angemessene Gesundheitsversorgung zur Behandlung von Krankheiten verfügen. In den Krankenhäusern fehlt es an ausreichend Mundschutzmasken, Handschuhen und Schutzkleidung. Ärzte und Krankenpfleger müssen ihre beschädigten Schutzkleidungen zukleben und ihre Füße mit Mülltüten umwickeln.