Zwischen März 2017 und März 2018 haben 60 Frauen Suizid begangen und 28 Frauen wurden getötet

Zwischen März 2017 und März 2018 haben 60 Frauen Suizid begangen und 28 Frauen wurden getötet

23:58 - 1 April 2018


Hengaw: Die Internetseite für Menschenrechte "Hengaw" hat anlässlich des Weltfrauentages am 8. März einen Bericht über Selbstmordfälle und die Tötung von Frauen im Osten Kurdistans vorbereitet.


Unter Berufung auf die registrierte Statistik aus der Zentrale von "Hengaw", haben im Zeitraum zwischen März des Jahres 2017 und März des Jahres 2018 60 Frauen und Mädchen Selbstmord begangen. 27 Frauen kamen aus Sne, 16 Frauen aus Urmia, 14 Frauen aus Kirmashan und drei Frauen kamen aus Ilam.


Von diesen Frauen, die Selbstmord begangen haben, waren 20 Frauen, also 33 %, unter 20 Jahre alt und ein Mädchen war 10 Jahre alt.
Die Art und Weise des Selbstmordes:


23 Frauen haben sich erhängt, 17 Frauen haben sich verbrannt, 10 Frauen haben Tabletten geschluckt, 3 Frauen haben sich mithilfe einer Waffe getötet, eine Frau hat sich von einer Klippe gestürzt und eine Frau hat sich ertränkt.


Gründe für den Selbstmord
28 Frauen, also die Mehrheit, haben ihr Leben wegen Familienproblemen beendet, sechs infolge von Armut, drei auf Grund von Zwangsheirat, zwei wegen nicht bestandenen Prüfungen und eine durfte kein Mobiltelefon besitzen. Die Gründe der restlichen 20 Frauen sind nicht bekannt.


Mord an Frauen im vergangenen Jahr


Darüber hinaus wurden im letzen Jahr 28 Frauen getötet. In 21 Fällen wurde der Mord durch nahe Verwandte verübt, ergo durch den Vater, Bruder, Onkel, etc. Sieben der getöteten Frauen starben durch unbekannte Personen. 13 der Morde geschahen in der Provinz Kirmashan, sieben in Urmia und jeweils vier in Sne und Ilam.


Art und Weise der Tötung
Die Art der Tötung fand in 17 Fällen durch Schusswaffen statt, in fünf Fällen durch den Einsatz eines Messers, in zwei Fällen durch Todschlag und durch Ersticken und in einem Fall durch Gift.


Da diese Fälle zumeist nicht veröffentlicht werden, geht Hengaw davon aus, dass die Schwarzzahlen noch weitaus höher sein müssten.