Baha’i-Angehöriger Keyhan Maqsoudi ohne Anklage in Urmia in verlängerter Haft

Hengaw – Samstag, 30. August 2025
Der 49-jährige Fotograf und Baha’i-Angehörige Keyhan Maqsoudi aus Urmia befindet sich seit über zwei Monaten in Haft und lebt weiterhin in Ungewissheit in einer Sicherheitseinrichtung. Er wurde am 20. Juni 2025 von Streitkräften an seinem Arbeitsplatz in Urmia festgenommen.
Nach Informationen der Hengaw-Organisation für Menschenrechte befindet sich Maqsoudi inzwischen seit 69 Tagen in Gewahrsam. In dieser Zeit wurden ihm grundlegende Rechte als Gefangener verweigert, darunter auch der Zugang zu einem Anwalt.
Nach einer langen Phase der Verhöre wurde Maqsoudi zunächst in das Gefängnis von Urmia überstellt. Vor einigen Tagen jedoch wurde er ohne klare Begründung erneut in ein Sicherheitsdetentionszentrum zurückgebracht.
Maqsoudi war bereits mehrfach zwischen Gefängnis und Sicherheitseinrichtungen hin- und herverlegt worden, was seine rechtliche und persönliche Situation unklar lässt.
Die Behörden haben bisher weder die Gründe für seine Festnahme noch mögliche Anklagepunkte offengelegt.