Proteste im Dezember – Mindestens 15 weitere Festnahmen in elf Städten in den letzten Tagen
Hengaw –Donnerstg, 8. Januar 2026
Im Zuge der anhaltenden Festnahmewelle wurden mindestens 15 Personen, darunter zwei Frauen, von iranischen Regierungstruppen in elf Städten festgenommen: Amlash in der Provinz Gilan, Khorramabad, Birjand in Süd-Khorasan, Teheran, Karaj, Mashhad, Sanandaj (Sine), Sarableh, Ilam, Harsin und Kermanshah (Kermashan). Alle Festgenommenen wurden an unbekannte Orte gebracht.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw wurden Zahra Heydari aus Amlash in der Provinz Gilan und Mohammadreza Dolatyari, ein kurdischer Einwohner von Harsin in der Provinz Kermanshah, am Montag, dem 5. Januar 2026, festgenommen. Am Dienstag, dem 6. Januar, wurden weitere Festnahmen gemeldet, darunter die des kurdischen politischen Aktivisten Khabat Dehdari aus Sanandaj, Faramarz Ghasemi-Azar, ursprünglich aus dem Dorf Avihang bei Sanandaj und derzeit wohnhaft in Karaj, des 19-jährigen Younes Abbaspour aus Maschhad und des ehemaligen politischen Gefangenen Seyed Javad Mousavi aus Birjand. Bereits am Freitag, dem 2. Januar 2026, war Zahra Nasiri, eine Frau aus Lor in Khorramabad in der Provinz Lorestan, während Protesten des Geheimdienstes der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) festgenommen worden. Sie wurde aus ihrem Haus abgeholt und in das Gefängnis Khorramabad gebracht.
In den folgenden Tagen kam es in Teheran zu weiteren Festnahmen. Mohsen Shahbazi (37) wurde am Donnerstag, dem 1. Januar, im Großen Basar von Teheran festgenommen. Amir Mokhtari, ein 23-jähriger Arbeiter, wurde am Samstag, dem 3. Januar, in der Nähe des Istanbul-Platzes festgenommen, während Abolfazl Salahshour (25) in der Republikstraße verhaftet wurde. Am selben Tag wurde auch Heydar Nemati aus Gohardasht in Karaj in Gewahrsam genommen.
Ebenso wurde Mohammad-Hossein Moradi, ein 40-jähriger Kurde aus Asmanabad in Sarableh, Provinz Ilam, am Samstag, dem 3. Januar, festgenommen.
Es wurden keine offiziellen Informationen zu den Gründen für die Festnahmen, den Anklagepunkten oder dem Aufenthaltsort und Zustand der Festgenommenen veröffentlicht.