Mindestens fünf kurdische Einwohner bei Protesten in Chenaran durch iranische Streitkräfte getötet

10 Januar 2026 23:53

Hengaw –Samstag, 10. Januar 2026

Mindestens fünf kurdische Einwohner wurden bei Protesten in Chenaran in der Provinz Razavi Khorasan durch direktes Feuer iranischer Regierungstruppen getötet. 
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw identifizierte die Opfer als Mehdi Ghorbandoust, Mehdi Validoost, Morteza Jahanbakhsh, Ruhollah Setareh Moshtari und Mohammadreza Gorouhi. Laut Hengaw-Quellen stammen Mehdi Validoost und Morteza Jahanbakhsh beide aus dem Dorf Ghazal-Kan in Chenaran; Ruhollah Setareh Moshtari, 26 Jahre alt, stammt aus dem Dorf Ghiassabad;  Mohammadreza Gorouhi wurde am Abend des 7. Januar 2026 auf dem Khomeini-Boulevard mit Kalaschnikows erschossen. 
Mehdi Ghorbandoust, ein weiterer Demonstrant, der in derselben Nacht bei Protesten schwer verletzt und im Koma auf die Intensivstation eingeliefert worden war, erlag am Donnerstag, dem 8. Januar 2026, seinen Verletzungen.

 Hengaw erhielt außerdem Berichte über die Tötung einer weiteren Person, deren Identität noch überprüft wird. Laut Videos und Bildern, die Hengaw vorliegen, wurden alle Opfer nach den Schüssen ins Krankenhaus gebracht, erlagen dort aber trotz medizinischer Bemühungen ihren Verletzungen. Informierten Quellen zufolge versuchten Regierungskräfte in der Nacht, die Leiche von Ruhollah Setareh Moshtari heimlich zu begraben; dies wurde jedoch von Anwohnern verhindert. Er war erst einen Tag vor seinem Tod Vater geworden. Die Leichen wurden noch nicht an die Familien übergeben.  
Zeugen gaben an, dass iranische Regierungstruppen während der Proteste in Chenaran am Mittwochabend zwischen 20:00 und 23:00 Uhr das Feuer auf Demonstranten eröffneten.

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