Iranische Streitkräfte töten kurdische Studentin Robina Aminian während Protesten in Teheran
Hengaw – Sonntag, 11. Januar 2026
Robina Aminian, eine 23-jährige kurdische Studentin der Shariati-Technischen Universität Teheran und ursprünglich aus Nowdesheh in der Provinz Kermanshah, wurde während der Proteste in Teheran durch direkten Beschuss der iranischen Streitkräfte getötet.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw ereignete sich der Vorfall am Donnerstag, dem 8. Januar 2026. Aminian, deren Familie in Kermanshah (Kermashan) lebt, studierte zum Zeitpunkt ihres Todes gestaltungsbezogene Studiengänge in Teheran.
Informierte Quellen berichteten Hengaw, dass sie von iranischen Streitkräften aus nächster Nähe von hinten durch einen Kopfschuss getroffen wurde und infolge ihrer Verletzungen während der Proteste starb.
Weiteren Berichten zufolge weigerten sich die iranischen Behörden zunächst, den Leichnam an die Familie zu übergeben. Erst nach wiederholtem Nachfragen wurden die Angehörigen zu dem Ort gebracht, an dem sich ihr Körper befand, um ihn zu identifizieren.
Anschließend konnte die Familie den Leichnam trotz anhaltenden Sicherheitsdrucks und massiver Einschränkungen übernehmen. Die iranischen Behörden verhängten jedoch strenge Sicherheitsmaßnahmen und verhinderten jede Form von Beerdigungs- oder Trauerzeremonien im Haus enger Verwandter der Familie in einem Dorf nahe Marivan.
Hengaw bestätigt, dass Robina Aminian die dreiundzwanzigste kurdische Person ist, deren Tötung während der jüngsten Protestwelle im Iran von der Organisation dokumentiert wurde.