Festnahme der 58-jährigen Maryam Davoudian gibt Anlass zu dringender Sorge um ihre Gesundheit
Hengaw – Freitag, 24. April 2026
Maryam Davoudian, eine 58-Jährige aus Bukan, wurde nach einer Vorladung durch die iranischen Justizbehörden festgenommen und in eine Haftanstalt in Urmia überführt. Ihre anhaltende Inhaftierung gibt aufgrund ihrer zahlreichen chronischen Erkrankungen Anlass zu großer Sorge.
Nach Informationen, die der Menschenrechtsorganisation Hengaw vorliegen, wurde Davoudian am Montag, dem 20. April 2026, festgenommen, nachdem sie vor einer Ermittlungsabteilung der Staatsanwaltschaft in Bukan erschienen war. Hengaw hat erfahren, dass gegen sie ein 10-tägiger Haftbefehl erlassen wurde und sie unverzüglich zur Vernehmung in eine staatliche Haftanstalt in Urmia überführt wurde.
Quellen berichteten Hengaw, dass Regierungskräfte bereits am Dienstag, dem 14. April, ohne Vorlage eines Durchsuchungsbefehls eine Razzia in Davoudians Familienhaus durchgeführt hatten. Bei der Razzia wurde ihr Mobiltelefon beschlagnahmt. Anschließend wurde sie am Samstag, dem 18. April, erneut vorgeladen und mehreren Stunden lang verhört.
Quellen aus dem Umfeld von Davoudians Familie berichten, dass sie an mehreren Erkrankungen leidet, darunter Diabetes, Thalassämie und rheumatoide Arthritis. Der Entzug des Zugangs zu lebenswichtigen Medikamenten und angemessener medizinischer Versorgung in Haft hat ihr Leben ernsthaft gefährdet.
Derzeit liegen keine genauen Informationen über die Gründe für ihre Festnahme oder die gegen sie erhobenen Vorwürfe vor.
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw verurteilt die willkürliche Inhaftierung von Zivilisten und Aktivisten, warnt vor einer gravierenden Verschlechterung von Davoudians Gesundheitszustand und fordert angesichts ihres kritischen Gesundheitszustands ihre sofortige Freilassung.