Iran richtet Protestgefangenen Erfan Kiani hin – Anstieg von Hinrichtungen

28 April 2026 21:40

Hengaw – Dienstag, 28. April 2026

Erfan Kiani ist von der Islamischen Republik Iran hingerichtet worden, nachdem er wegen sicherheitsbezogener Vorwürfe zum Tode verurteilt worden war, darunter „Moharebeh“ (Feindschaft gegen Gott). Seine Festnahme erfolgte während der Protestwelle, die Ende Dezember 2025 begann und bis Januar 2026 andauerte. Er ist der achte inhaftierte Demonstrant, der seit Beginn des 40-tägigen Krieges in iranischen Gefängnissen hingerichtet wurde.

Staatlich verbundene Medien, darunter die Nachrichtenagentur Mizan, berichteten, dass Kiani in den frühen Morgenstunden des Samstags, dem 25. April 2026, hingerichtet wurde, nachdem sein Urteil vom Obersten Gericht bestätigt worden war.

Kiani wurde während Protesten in Isfahan festgenommen und später vor dem Revolutionsgericht angeklagt. Zu den Vorwürfen gehörten unter anderem Moharebeh durch den angeblichen Einsatz einer Stichwaffe, das Schaffen von Unsicherheit, Anstiftung zu gewalttätigen Handlungen sowie Beteiligung an der Zerstörung öffentlichen Eigentums. Justiznahe Medien behaupteten außerdem, er habe Demonstrierende angeführt und Molotowcocktails auf Streitkräfte geworfen.

Die Hengaw-Organisation für Menschenrechte verurteilt die Hinrichtung scharf und warnt, dass die Islamische Republik seit dem Ausbruch der militärischen Konfrontation zwischen Iran, Israel und den Vereinigten Staaten im März 2026 die Anwendung der Todesstrafe deutlich verschärft hat, um Angst in der Gesellschaft zu verbreiten. Politische Gefangene und festgenommene Demonstrierende gehören zu den Hauptzielen. Die Zunahme von Hinrichtungen im Zusammenhang mit Protesten unterstreicht den Einsatz der Todesstrafe als Mittel zur Eindämmung interner Krisen.

Offizielle Stellen haben keine weiteren Details zum genauen Ort der Hinrichtung oder zu den Bedingungen veröffentlicht, unter denen Kiani vor seinem Tod festgehalten wurde.

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