Bahá’í-Paar bleibt in Shiraz inhaftiert, gesundheitliche Sorgen nehmen zu
Hengaw – Sonntag, 3. Mai 2026
Mehr als einen Monat nach der Festnahme von Behzad Yazdani und Romina Khazali, einem Bahá’í-Paar aus Shiraz, befinden sich beide weiterhin in einer rechtlichen Grauzone im Adelabad-Gefängnis. Berichte aus dem Inneren des Gefängnisses schildern schlechte hygienische Bedingungen, während Khazali der Zugang zu medizinischer Versorgung und lebenswichtigen Medikamenten verweigert wird.
Nach Angaben der Hengaw-Organisation für Menschenrechte hatte Khazali vor ihrer Festnahme eine Magenoperation und leidet zudem an starken Migräneanfällen. Ihre Familie hat wiederholt versucht, ihr Medikamente zukommen zu lassen, doch Gefängnisbeamte haben deren Annahme verweigert. Gleichzeitig hat die Ausbreitung eines Magen-Darm-Virus im Frauentrakt sowie das Fehlen eines Arztes die Sorgen um ihren Gesundheitszustand verschärft.
Mit dem Fall vertraute Quellen berichten, dass das Paar seit seiner Festnahme zu keinem Zeitpunkt verhört wurde und mögliche Anklagen weiterhin unbekannt sind. Khazali werden außerdem grundlegende Rechte von Gefangenen vorenthalten, darunter der Zugang zu einer Telefonkarte und die Möglichkeit, Einkäufe zu tätigen. Sie darf lediglich einmal pro Woche ein 30-sekündiges Telefonat mit ihrer Familie führen.
Behzad Yazdani, ein Übersetzer und Redakteur, wurde am 28. März 2026 festgenommen, seine Frau Romina Khazali, eine Malerin, am darauffolgenden Tag. Beide wurden in ihrem Haus von Einsatzkräften der Geheimdienstorganisation der Islamischen Revolutionsgarde festgenommen. Ihre gleichzeitige Inhaftierung hat ihre jugendlichen Zwillingskinder stark emotional belastet.