Fateh Majidi seit 9 Tagen im Hungerstreik

Fateh Majidi seit 9 Tagen im Hungerstreik

12:36 - 18 May 2022

 

Hengaw: Dienstag, 17. Mai 2022
 
Der aus Baneh stammende inhaftierte Bürger Fateh Majidi (64), der an einer Herzkrankheit leidet, befindet sich seit neun Tagen im Hungerstreik, um gegen seine rechtswidrige Inhaftierung in einer Einzelzelle des Geheimdienstgefängnisses von Baneh zu protestieren.
 
Nach Angaben eines Verwandten, befindet sich Fateh Majidi seit Montag, den 10. Mai, im Hungerstreik, um gegen seine rechtswidrige Inhaftierung und die Verweigerung des Gefängnisses, ihm Zugang zu seinen Medikamenten zu gewähren, zu protestieren. Er fügte hinzu, dass sein körperlicher Zustand ernst zu nehmen sei.
 
Die Quelle, die namentlich nicht genannt werden will, fuhr fort: „In den letzten Tagen wurde Fateh Majidi aufgrund seines sich drastisch verschlechternden Gesundheitszustands mit gefesselten Händen in das Krankenhaus Salahuddin Ayoubi in Baneh gebracht und daraufhin im Untersuchungsgefängnis des Geheimdienstes in Einzelhaft untergebracht.“
 
Zuvor hatte ein Verwandter der Familie Majidi Hengaw mitgeteilt: „Fateh Majidi leidet an einer Herzkrankheit, sein Herz arbeitet mit einer Herzbatterie und er befand sich in den letzten Jahren unter der Aufsicht eines Spezialisten. Ihm sei jedoch seit seiner Festnahme der Zugang zu seinen Medikamenten verweigert worden, worüber seine Familie sehr besorgt ist.
 
Erwähnenswert ist, dass Fateh Majidi zu den entlassenen Lehrerinnen und Lehrern der Bildungsabteilung gehört und zu Beginn der Revolution acht Jahre lang im Gefängnis „Rajayi Shahr“ in Karaj inhaftiert war.
 
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw äußert nicht nur große Besorgnis über seinen Gesundheitszustand, sondern macht auch den Staatsanwalt und die Generaldirektion des Geheimdienstes von Kurdistan für die Sicherheit dieses Bürgers verantwortlich.
 
Fateh Majidi wurde am Dienstag, den 26. Mai, zusammen mit sieben weiteren Zivil- und Arbeiteraktivisten von Kräften des iranischen Geheimdienstes festgenommen. Sechs der Gefangengenommenen befinden sich noch immer in Haft.