Kurdischem Gefangenen wird medizinische Versorgung verwehrt

Kurdischem Gefangenen wird medizinische Versorgung verwehrt

19:51 - 24 May 2018


Hengaw: Einem kurdischen politischen Gefangenen namens Nabi Mohammedi, der seit 18 Monaten im Zentralgefängnis der Stadt Kirmashan festgehalten wird und sich in einem gesundheitlich angegriffenen Zustand befindet, wird eine medizinische Versorgung verwehrt.

Laut der Nachricht, die die Organisation für Menschenrechte „Hengaw“ erreicht hat, befindet sich ein kurdischer politischer Gefangener namens Nabi Mohammedi aus Pawe (Provinz Kirmashan), der vor 18 Monaten von Kräften des iranischen Geheimdienstes festgenommen wurde und sich seitdem im Zentralgefängnis der Stadt Kirmashan (gleichnamige Provinz) aufhält, in einem gesundheitlich kritischen Zustand und ist dringend auf eine medizinische Versorgung angewiesen, die ihm jedoch von der Gefängnisadministration verwehrt wird.

Nabi Mohammedi, 56 Jahre alt und Vater von fünf Kindern, wurde vorletztes Jahr vom Revolutionsgericht der Stadt Pawe mit dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit einer kurdischen Partei zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Laut der Aussage einer Person, die der Familie von Nabi Mohammedi nahe steht, dürfen nur seine Frau und seine Kinder über den telefonischen Weg mit Nabi Mohammedi reden. Seiner restlichen Familie, beispielsweise seinen Geschwistern, wird der Kontakt vorenthalten.

Des Weiteren erzählte der Bekannte, dass Nabi Mohammedi unter Diabetes leidet und zwei mal einen Herzinfarkt erlitten hat. Da ihm jedoch verwehrt, wird außerhalb des Krankenhauses medizinisch versorgt zu werden, besteht die Gefahr einer Verschlimmerung seines gesundheitlichen Zustandes.