Mamosta Mohammad Khezrnejad wegen Teilnahme an Frau Leben Freiheit zum Tode verurteilt

Mamosta Mohammad Khezrnejad wegen Teilnahme an Frau Leben Freiheit zum Tode verurteilt

00:35 - 11 February 2024

 

Hengaw: Samstag, 10. Februar 2024

Mohammad Khezrnejad, ein prominenter kurdischer religiöser Führer aus Bukan, wurde vom iranischen Justizsystem wegen "Korruption auf Erden" zum Tode verurteilt. Der Todesurteil ist in Bezug auf seine Beteiligung an der Jin, Jiyan, Azadi (Frau, Leben, Freiheit) Bewegung gefällt worden. 

Laut Informationen der Hengaw erhielt der 45-jährige Geistliche auch eine 15-jährige Haftstrafe wegen "Schädigung der territorialen Integrität und Unabhängigkeit des Landes" sowie eine zusätzliche einjährige Haftstrafe wegen "Propaganda gegen den Staat". Das Urteil wurde von der dritten Abteilung des iranischen Islamischen Revolutionstribunals in Urmia unter Vorsitz von Richter Reza Najafzadeh gefällt.

Der Prozess von Mohammad Khezrnejad, der per Videokonferenz durchgeführt wurde, sah vor, dass ihm das Recht auf rechtliche Vertretung verwehrt wurde. Quellen nahe seiner Familie enthüllten, dass das Urteil ausschließlich auf Berichten des iranischen Geheimdienstes basierte, ohne dass der Geistliche die Möglichkeit hatte, seine Verteidigung vorzubringen.

Die Festnahme begann am Samstag, den 19. November 2024, während der Jin, Jiyan, Azadi-Bewegung, als Mohammad Khezrnejad und sein Sohn Yaser Khezrnejad von den iranischen Geheimdienstkräften in ihrem Zuhause festgenommen wurden. Sie durchlitten 100 Tage harscher Haftbedingungen, einschließlich Folter und erzwungener Geständnisse. Während sein Sohn schließlich freigelassen wurde, blieb Mohammad weiter Khezrnejad inhaftiert.

Seine Festnahme erfolgte kurz nach einer Rede in der Bukan Eftekhari-Moschee während einer Gedenkfeier für Asad Rahimi, einen Ermordeten der Jin, Jiyan, Azadi-Bewegung. In seiner Ansprache kritisierte Mohammad Khezrnejad die Vorgehensweise des iranischen Staates  bei den Protesten, was zu seiner anschließenden Festnahme und rechtlichen Verfolgung führte.

Dieser Fall unterstreicht die fortlaufenden Herausforderungen, mit denen Aktivisten und religiöse Persönlichkeiten konfrontiert sind, die in Iran Veränderungen fordern, und betont die Notwendigkeit internationaler Aufmerksamkeit, um die Menschenrechte zu schützen und faire Behandlung im Justizsystem sicherzustellen.