Vollstreckung von 74 Todesurteilen im Iran im Januar 2024

Vollstreckung von 74 Todesurteilen im Iran im Januar 2024

18:38 - 4 February 2024

 

Hengaw; Sonntag, 4. Februar. 2024

Im vergangenen Monat wurden in iranischen Gefängnissen mindestens 74 Todesurteile vollstreckt. In diesem Zeitraum wurden 7 politische und religiöse Gefangene hingerichtet, wobei 46% der Hinrichtungen auf kurdische Bürger entfielen.

Nach Informationen der Hengaw wurden im Januar 2024 mindestens 74 Todesurteile in iranischen Gefängnissen vollstreckt, wobei die meisten Fälle mit 46 Fällen auf Häftlinge entfielen, die mit Drogenkriminalität in Verbindung standen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Identität von 73 dieser Häftlinge für Hengaw bestätigt wurde.

Laut diesem Bericht wurden im Januar mindestens 34 kurdische Häftlinge, was 46% aller Fälle entspricht, 7 turkmenische Häftlinge, was 9,5% aller Fälle entspricht, und 5 belutschische Häftlinge, was 6,5% aller Fälle entspricht, hingerichtet. Im Januar wurden auch mindestens zwei afghanische Staatsbürger in iranischen Gefängnissen hingerichtet.

Im vergangenen Monat wurden mindestens 7 politische und religiöse Gefangene hingerichtet, wobei sechs von ihnen kurdische politische und religiöse Gefangene waren. Eine Frau wurde auch im Gefängnis von Sabzevar in der Provinz Razavi-Chorasan hingerichtet.

Die meisten Todesurteile gegen Insassen wurden in den Gefängnissen der Provinz Alborz vollstreckt, mit insgesamt 32 Fällen im Januar. Darüber hinaus verzeichneten die Provinzen Razavi-Chorasan (7 Fälle), Hamedan (6 Fälle) sowie Fars und Gilan (je 4 Fälle) erhebliche Hinrichtungsraten. Es ist erwähnenswert, dass die offiziellen Erklärungen der Regierung und des Justizsystems des Iran nur 16% (12 Fälle) der Gesamthinrichtungen ausmachten.

Aufschlüsselung der Anklagepunkte:
Drogenkriminalität: 46 Fälle (62%)
Politische und religiöse Aktivisten: 7 Fälle
Mordanklagen: 16 Fälle
Überfälle mit Waffengewalt: 5 Fälle

Diese Zunahme von Hinrichtungen wirft ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte auf und unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Aufmerksamkeit und Bemühungen, die Situation in den iranischen Gefängnissen anzugehen.