Kurdischer Mann Ako Mohammadi in Qeshm durch direkten Beschuss iranischer Streitkräfte getötet
Hengaw – Montag, 12. Januar 2026
Ako Mohammadi, ein kurdischer Einwohner von Qeshm, wurde während öffentlicher Proteste in der Stadt durch direkten Beschuss iranischer Streitkräfte getötet. Er stammte ursprünglich aus dem Dorf Kani Rash im Bezirk Salas-e Babajani in der Provinz Kermanshah.
Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Hengaw forderten Sicherheitsinstitutionen die Zahlung von einer Milliarde Toman als Gegenleistung für die Übergabe seines Leichnams.
Der 22-jährige Mohammadi wurde am Donnerstag, dem 8. Januar 2026, während der Proteste durch Schüsse staatlicher Streitkräfte getötet. Sein Leichnam wurde der Familie erst am Sonntag, dem 12. Januar, übergeben, nachdem diese gezwungen worden war, eine Milliarde Toman zu zahlen.
Nach Angaben von Hengaw wurden während der Proteste in Qeshm mindestens 15 Menschen getötet, darunter zwei kurdische Frauen aus der Provinz Ilam. Die Leichname der Getöteten wurden ihren Familien übergeben. Hengaw setzt die Bemühungen fort, die Identitäten aller Opfer zu überprüfen, und wird weitere Details veröffentlichen, sobald diese vorliegen.
Eine mit dem Fall vertraute Quelle erklärte gegenüber Hengaw, dass sich Mohammadis Eltern zum Zeitpunkt des Vorfalls wegen einer Notoperation seines Vaters in Teheran aufhielten und zunächst nichts vom Tod ihres Sohnes wussten. Angehörige aus Kani Rash reisten an, um den Verbleib seines Leichnams zu klären, doch Sicherheitsbehörden verweigerten die Herausgabe und machten diese von der Zahlung einer Milliarde Toman abhängig.
Die öffentlichen Proteste in Qeshm waren von einer großen Beteiligung geprägt und wurden mit schwerer Repression beantwortet, darunter massive Gewaltanwendung und der direkte Einsatz scharfer Munition gegen Demonstrierende durch iranische Streitkräfte.