Kurdischer Mann in der Nähe von Baneh erschossen; drei weitere Personen von IRGC-Truppen festgenommen
Hengaw – Montag, 16. März 2026
Ein kurdischer Mann aus Saqqez, identifiziert als Arman Khaleghpanah, wurde von Einheiten des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) in der Nähe der Stadt Baneh erschossen, während drei weitere kurdische Zivilisten, Abdollah Mahjour, Salar Azar und Sheikh Zahed Shahabi, von denselben Einheiten festgenommen wurden.
Nach Informationen, die der Menschenrechtsorganisation Hengaw vorliegen, umzingelten IRGC-Truppen am Mittwoch, dem 11. März 2026, ein Privatfahrzeug in der Nähe von Baneh und eröffneten sofort das Feuer darauf, wobei der Fahrer, Arman Khaleghpanah, getötet wurde.
Nach der Schießerei wurden die drei anderen Insassen des Fahrzeugs – allesamt Einwohner von Saqqez – von IRGC-Kräften gewaltsam festgenommen. Hengaw hat die Festgenommenen als Abdollah Mahjour, einen ehemaligen politischen Gefangenen, Salar Azar und Sheikh Zahed Shahabi, einen kurdischen religiösen Aktivisten, identifiziert.
Hengaw hat aus informierten Quellen erfahren, dass die Leiche von Arman Khaleghpanah seiner Familie noch nicht übergeben wurde.
Zudem blieben die wiederholten Bemühungen der Familien der drei Festgenommenen, fünf Tage nach den Festnahmen Informationen über deren Aufenthaltsort und rechtlichen Status zu erhalten, bislang erfolglos.
Im Anschluss an die Festnahmen führten Geheimdienstkräfte des IRGC Razzien in den Wohnhäusern der Festgenommenen durch und führten dabei Durchsuchungen durch, wobei sie eine Atmosphäre der Einschüchterung und Angst schufen. Hengaw hatte zuvor berichtet, dass die Durchsuchung des Wohnhauses der Familie Shahabi mit solcher Gewalt durchgeführt wurde, dass die Familienmitglieder aufgrund der erheblichen Schäden und der Drohungen durch die IRGC-Kräfte gezwungen waren, das Haus zu verlassen.
Im vergangenen Monat hat das Korps der Islamischen Revolutionsgarden große Truppenkontingente in Städten in Kurdistan stationiert. Diese Maßnahmen wurden nach der Ankündigung einer Koalition unter iranisch-kurdischen politischen Parteien und der Eskalation der Luftangriffe zwischen dem Iran und Israel verstärkt. Seitdem haben mobile Kontrollpunkte, Fahrzeugdurchsuchungen und die gewaltsame Behandlung von Zivilisten auf Straßen in ganz Kurdistan deutlich zugenommen.