Oberster Gerichtshof bestätigt Todesurteil von Hedayet Abdullahpour

Oberster Gerichtshof bestätigt Todesurteil von Hedayet Abdullahpour

11:23 - 13 October 2018


Hengaw: Das Todesurteil des kurdischen politischen Gefangenen Hedayet Abdullahpour, der sich im Zentralgefängnis der Stadt Urmia befindet, wurde seitens des Obersten Gerichtshofes bestätigt.

Laut der Nachricht, die die Organisation für Menschenrechte Hengaw erreicht hat, wurden am 8. Oktober der Rechtsanwalt und die Familie des kurdischen politischen Gefangenen Hedayet Abdullahpour aus Shino darüber in Kenntnis gesetzt, dass das Todesurteil für Hedayet Abdullahpour von dem Obersten Gerichtshof im Iran bestätigt wurde.

Hedayet Abdullahpour wurde im Februar des Jahres 2015 von einem Revolutionsgericht in der Stadt Urmia mit dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit der Demokratischen Partei Kurdistan Iran (PDKI) nach einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen einer Peschmerga Einheit der besagten Partei und Kräften der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) zum Tode verurteilt. In diesem Zusammenhang wurden sechs weitere Kurden festgenommen und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt: Hasel Azizi 25 Jahre Haft, Mohammad Zaher Feramerzi 20 Jahre Haft, Jakub Baekrem 15 Jahre Haft, Djalal Mesruri 15 Jahre Haft, Kemal Mesruri 11 Jahre Haft und Sadiq Baekrem 10 Jahre Haft. Das Todesurteil von Hedayet Abdullahpour wurde am 18. Januar 2018 von dem selben Gericht bestätigt.

Hedayet Abdullahpour ist Bürger aus Shino (pers.: Oshnaviyeh), verheiratet und Vater von zwei Kleinkindern.

Ferhad Abdullahpour, der Bruder von Hedayet, wurde am 3. Januar 2018 von Kräften des iranischen Geheimdienstes in Shino festgenommen und nach ungefähr drei Monaten Gefangenschaft im Gefängnis der örtlichen Geheimdienstzentrale gegen eine Kaution in Höhe von 200 Millionen Toman entlassen worden.

Am 4. Juli 2018 überschüttete sich die Mutter von Hedayet Abdullahpour aus Verzweiflung über das Todesurteil ihres Sohnes vor dem Zentralgefängnis in Urmia mit Benzin und beabsichtigte, sich selbst zu verbrennen. Ihr Vorhaben wurde von Passanten verhindert.

Unter Berufung auf die registrierte Statistik aus der Zentrale von Hengaw, wurden im Zeitraum der vergangenen drei Jahre mindestens 90 Bürger in der kurdischen Stadt Shino mit dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit einer kurdischen Partei festgenommen.