Neun Monate erzwungenes Verschwinden: Ungewissheit über das Schicksal des kurdischen Mannes Anwar Ramezanpour aus Mahabad

27 Februar 2025 21:10

Hengaw: Donnerstag, 27. Februar 2025

Das Schicksal von Anwar Ramezanpour, einem kurdischen Mann aus Mahabad, ist acht Monate und 13 Tage nach seiner Entführung durch staatliche Kräfte weiterhin unbekannt, da sich die Islamische Republik Iran weiterhin der Verantwortung entzieht - ein klarer Fall von gewaltsamem Verschwindenlassen.

Einem Bericht zufolge, den die Menschenrechtsorganisation Hengaw erhalten hat, sind seit der Entführung von Anwar Ramezanpour, einem 34-jährigen Einwohner von Mahabad, 257 Tage vergangen, ohne dass es Informationen über sein Wohlergehen, seinen Aufenthaltsort oder sein Schicksal gibt.

Quellen, die mit dem Fall vertraut sind, berichten, dass Anwar Ramezanpours Frau sich an den Geheimdienst in Mahabad, Baneh, Sanandaj, Teheran und Urmia sowie an andere Sicherheits- und Justizinstitutionen gewandt hat, um Informationen über ihren Mann zu erhalten, aber sie hat keine Antworten erhalten.

Hengaw hat erfahren, dass sie sein Verschwinden zunächst bei der Kriminalpolizei in Mahabad angezeigt hat. Zehn Tage später wurde ihr mitgeteilt, dass der Fall ihres Mannes auf Anordnung eines Richters an eine andere Behörde übergeben worden sei.

Anwar Ramezanpour, ein Bauarbeiter, wurde am Freitag, den 14. Juni 2024, in der Nähe seines Hauses, nur drei Tage nach seiner Rückkehr aus der Region Kurdistan im Irak, von staatlichen Kräften entführt. Seitdem liegen keine Informationen über sein Schicksal vor.

Die systematische Weigerung der staatlichen Institutionen der Islamischen Republik Iran, ihre Verantwortung für die Verhaftung von Anwar Ramezanpour anzuerkennen, stellt einen eklatanten Fall von Verschwindenlassen dar.

In Übereinstimmung mit Artikel 2 der Internationalen Konvention zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen macht Hengaw den iranischen Staat für die Entführung und das Verschwinden von Anwar Ramezanpour verantwortlich und fordert, dass die Islamische Republik Iran zur Verantwortung gezogen wird. Hengaw fordert außerdem sofortigen Zugang zu einem Rechtsbeistand, Rechtshilfe für seine Familie und medizinische Versorgung für ihn.

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