Protestgefangener Ebrahim Dolatabadi zum Tode verurteilt

03 Mai 2026 13:12

Hengaw – Sonntag, 3. Mai   2026

Ebrahim Dolatabadi, der Anfang dieses Jahres während der Proteste in Mashhad festgenommen wurde, ist von der iranischen Justiz wegen „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) zum Tode verurteilt worden. Er wird derzeit in Abteilung 6-1 des Vakilabad-Gefängnisses festgehalten, und die Sorge um sein Leben wächst.

Nach Angaben der Hengaw-Organisation für Menschenrechte wurde das Todesurteil am Montag, den 27. April 2026, von Richter Gholamreza Akbari-Moghadam von der ersten Kammer des Revolutionsgerichts in Mashhad verhängt und ihm offiziell mitgeteilt. Die Justizbehörden führten die Anklagen „Moharebeh“ sowie „Führung der Proteste“ an.

Ebrahim Dolatabadi, ein Sportler und Vater von zwei Kindern im Alter von 9 und 14 Jahren, wurde während der Proteste im Januar 2026 am Tabarsi-Platz festgenommen.

Berichten zufolge wurden zum Zeitpunkt seiner Festnahme auch seine beiden Brüder, Vahid Dolatabadi und Esmail Dolatabadi, sowie sein jugendlicher Sohn von Sicherheitskräften festgenommen.

Informierten Quellen zufolge wurde er nach dem Todesurteil in Abteilung 6-1 des Vakilabad-Gefängnisses verlegt. Diese Verlegung hat die Befürchtung verstärkt, dass das Urteil möglicherweise unmittelbar vollstreckt werden könnte.

Quellen berichten zudem, dass sein Vater, ein Veteran des achtjährigen Iran-Irak-Krieges, im vergangenen Jahr verstorben ist.

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