Iran richtet die politischen Gefangenen Mohammad Masoumshahi und Hamed Validi wegen „Spionage“ hin
Hengaw – Montag, 20. April 2026
Zwei politische Gefangene, Mohammad Masoumshahi und Hamed Validi, wurden im Zentralgefängnis von Karaj von der iranischen Justiz hingerichtet, nachdem sie in einem unfairen Prozess wegen „Mitgliedschaft in der Organisation der Mojahedin-e Khalq (MEK)“ und „Spionage für Israel“ zum Tode verurteilt worden waren.
Nach Informationen, die der Menschenrechtsorganisation Hengaw vorliegen, wurden die Hinrichtungen am Montag, dem 20. April 2026, im Morgengrauen vollstreckt, als Hamed Validi (45) und Mohammad Masoumshahi, die beide wegen politischer und sicherheitsrelevanter Vorwürfe inhaftiert waren, hingerichtet wurden.
Staatliche Medien, darunter die Nachrichtenagentur Mizan, wiederholten die Darstellungen der Sicherheitsbehörden und beschrieben die Vorwürfe gegen die beiden Männer als „Krieg gegen Gott“ (moharebeh) und „Zusammenarbeit mit israelischen Geheimdiensten (Mossad)“. In diesen Berichten wurde behauptet, die beiden seien während einer Reise in die Region Kurdistan im Irak rekrutiert worden und hätten „Sabotageakte“ verübt. Solche Anschuldigungen werden vom Sicherheitsapparat der Islamischen Republik routinemäßig genutzt, um Dissens zu unterdrücken und die Verhängung von Todesurteilen zu rechtfertigen.
Mohammad Masoumshahi und Hamed Validi wurden am Dienstag, dem 13. Mai 2025, in Teheran von Staatskräften festgenommen. Im Oktober desselben Jahres wurden sie von der dritten Kammer des Revolutionsgerichts in Karaj unter anderem wegen „Mitgliedschaft in der MEK“ und „Zusammenarbeit mit dem israelischen Mossad“ zum Tode verurteilt.
Beiden Gefangenen wurde während ihrer gesamten Haft und des Gerichtsverfahrens der Zugang zu unabhängigem Rechtsbeistand und einem fairen Verfahren verwehrt, und sie wurden während ihrer Haft schweren Folterungen ausgesetzt.
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw verurteilt die Hinrichtung dieser beiden Personen aufs Schärfste und betont, dass die Verhängung und Vollstreckung von Todesurteilen auf der Grundlage erzwungener Geständnisse und vager Anklagepunkte wie „Krieg gegen Gott“ (Moharebeh) eine schwerwiegende Verletzung des Rechts auf Leben und der internationalen Menschenrechtsverpflichtungen darstellt. Hengaw fordert die internationale Gemeinschaft auf, entschlossen auf die anhaltende Welle politischer Hinrichtungen im Iran zu reagieren.