Drei kurdische politische Gefangene in der Jugendabteilung des Urmia-Zentralgefängnisses treten in den Hungerstreik

Drei kurdische politische Gefangene in der Jugendabteilung des Urmia-Zentralgefängnisses treten in den Hungerstreik

00:04 - 12 November 2020

 

Hengaw: Drei kurdische politische Gefangene, die in der Jugendabteilung des Zentralgefängnisses in Urmia inhaftiert sind, sind aus Frust über die Ungewissheit ihres Schicksals in den Hungerstreik getreten.

Die drei kurdischen politischen Gefangenen Keyvan Rashuzadeh, Kamran Ghasemi und Omid Saeedi aus Urmia befinden sich seit dem 10. November 2020 im Hungerstreik, um gegen ihre Gefangenschaft im Urmia-Zentralgefängnis zu protestieren. Die drei Bürger befinden sich seit über einem Jahr ohne gerichtlichen Beschluss im Gefängnis. Zudem protestieren sie gegen ihre Unterbringung in der Jugendabteilung, welche keine weitere Einteilung der Gefangenen vorsieht und verlangen, in den Trakt politischer Gefangener verlegt zu werden. Es ist bereits das dritte Mal, dass diese drei Gefangenen aus Protest gegen ihre Gefangenschaft in den Hungerstreik treten.
 

Keyvan Rashuzadeh, Kamran Ghasemi und Omid Saeedi  wurden am 8. Oktober 2019 zusammen mit zwei weiteren Bürgern von Kräften des Ettelaats (Geheimdienst der Iranischen Revolutionsgarde) in Urmia festgenommen. Nachdem sie einen Monat lang Verhören unterzogen wurden, verlegte man sie in die Jugendabteilung des Zentralgefängnisses in Urmia. Einer informierten Quelle zufolge, wurden die fünf Bürger festgenommen, weil man sie der Zusammenarbeit mit der im Iran verbotenen kurdischen Partei Komalah beschuldigt.