138 Hinrichtungen in iranischen Gefängnissen im Dezember 2024

03 Januar 2025 13:23

Hengaw: Freitag, 3. Januar 2025 

Im Dezember 2024 wurden in den Gefängnissen der Islamischen Republik Iran mindestens 138 Gefangene hingerichtet. Dies bedeutet einen Anstieg von 9,5 % im Vergleich zum November, als 126 Hinrichtungen verzeichnet wurden. Besonders bemerkenswert ist, dass 20 % der Hingerichteten Kurden waren. 

Das Zentrum für Statistiken und Dokumente der Menschenrechtsorganisation Hengaw hat die Identität von 137 hingerichteten Gefangenen bestätigt, während die Identität eines Gefangenen noch untersucht wird. 

Unter den Hinrichtungen im Dezember waren mindestens 28 kurdische Gefangene, 22 belutschische Gefangene, 15 türkische Gefangene, 12 lurische Gefangene und 6 gilaki Gefangene. Außerdem wurden im vergangenen Monat mindestens neun afghanische Staatsangehörige hingerichtet 

Sechs Frauen wurden in den Gefängnissen von Ilam (2 Fälle), Isfahan, Zanjan, Yazd und Sari hingerichtet. Alle sechs waren wegen vorsätzlichen Mordes zum Tode verurteilt worden. 

Von den 138 Gefangenen, die hingerichtet wurden, wurde nur in 3 Fällen offiziell in den staatlichen iranischen Medien oder in den mit der Justiz verbundenen Einrichtungen darüber berichtet. Darüber hinaus wurden die Todesurteile von 6 Gefangenen im Geheimen vollstreckt, ohne ihre Familien zu benachrichtigen oder ihnen einen letzten Besuch zu gewähren. 

Klassifizierung nach Anklagepunkten: 

Drogendelikte: 75 Fälle (54,5% der gesamten Hinrichtungen) 

Vorsätzlicher Mord: 61 Fälle 

Bewaffneter Raubüberfall: 2 Fälle

 

Aufteilung der Vollstreckung von Todesurteilen nach Provinzen: 

Die höchste Anzahl an Hinrichtungen im Dezember 2024 fand in der Provinz Alborz mit 19 Fällen statt, gefolgt von den Provinzen Isfahan und Fars. 

Provinz Alborz: 19 Fälle 

Provinz Isfahan: 14 Fälle 

Provinz Fars: 11 Fälle 

Provinzen Yazd und Sistan-Belutschistan: Jeweils 10 Fälle 

Provinz Gilan: 9 Fälle 

Provinz West-Aserbaidschan (Urmia): 8 Fälle 

Provinz Süd-Khorasan: 7 Fälle 

Provinzen Razavi Khorasan und Ost-Aserbaidschan: Je 6 Fälle 

Provinzen Ilam, Luristan, Hamedan, Mazandaran, Qom, Qazvin und Kerman: Jeweils 4 Fälle 

Provinzen Khuzestan, Markazi und Golestan: Jeweils 2 Fälle 

Provinzen Kermanshah, Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad, Zanjan und Semnan: Jeweils 1 Fall

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