Iran richtet Protestgefangenen Ali Fahim in Karaj hin, vierter Fall in Zusammenhang mit Verfahren

08 April 2026 17:11

Hengaw – MIttwoch, 8. April 2026

Iranische Behörden haben den 23-jährigen Protestgefangenen Ali Fahim im Ghezel-Hesar-Gefängnis in Karaj hingerichtet, wie aus Informationen hervorgeht, die von der Hengaw-Organisation für Menschenrechte erhalten wurden.

Fahim wurde am frühen Morgen des 6. April 2026 hingerichtet, ohne vorherige Benachrichtigung seiner Familie und ohne einen letzten Besuch.

Er gehörte zu denjenigen, die während der Proteste im Dezember in Teheran festgenommen wurden, und war der vierte Angeklagte in einem Verfahren im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Angriff auf einen Basij-Stützpunkt in der Namjou-Straße.

Die der Justiz angeschlossene Nachrichtenagentur Mizan bestätigte die Hinrichtung und erklärte, das Urteil sei nach Genehmigung durch den Obersten Gerichtshof vollstreckt worden.

Fahim war am 8. Januar 2026 zusammen mit sechs weiteren Personen festgenommen worden und wurde innerhalb eines Monats von der Abteilung 15 des Revolutionsgerichts in Teheran unter Vorsitz von Richter Abolghasem Salavati zum Tode verurteilt. Ihm wurden unter anderem „Krieg gegen Gott“, „Verderben auf Erden“, Brandstiftung an öffentlichem Eigentum sowie Verschwörung gegen die nationale Sicherheit vorgeworfen.

Das schnelle Verfahren – nur drei Monate nach seiner Festnahme – verstieß gegen die Standards eines fairen Prozesses und weckte Bedenken hinsichtlich der Nutzung der Todesstrafe als politisches Instrument.

Mit Fahims Hinrichtung wurden nun vier Angeklagte in diesem Fall hingerichtet. Drei weitere – Shahab Zahdi, Abolfazl Salehi Siavoshani und Yaser Rajaeifar – befinden sich weiterhin in Einzelhaft und sind einem ernsthaften Risiko der Hinrichtung ausgesetzt.

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