Iran richtet 19-jährigen im Zusammenhang mit den Dezember-Protesten festgenommenen Amirhossein Hatami hin
Hengaw – Sonntag, 5. April 2026
Amirhossein Hatami, einer der im Zuge der Proteste im Dezember 2025 Festgenommenen, der im sogenannten Fall „Brandanschlag auf die Basij-Basis Kaveh“ wegen „Moharebeh“ (Feindschaft gegen Gott) zum Tode verurteilt worden war, wurde im Ghezel-Hesar-Gefängnis in Karaj hingerichtet.
Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Hengaw wurde die Hinrichtung des 19-jährigen Amirhossein Hatami am Donnerstag, dem 2. April 2026, im Morgengrauen vollstreckt, nachdem er in den vergangenen Tagen zusammen mit vier weiteren Angeklagten desselben Falls zur Vorbereitung der Vollstreckung ihrer Urteile in Einzelhaft verlegt worden war.
Die Nachrichtenagentur Mizan, das offizielle Medium der Justiz, gab die Nachricht bekannt und erklärte, dass das Todesurteil vom Obersten Gericht bestätigt worden sei. Die Angeklagten in diesem Fall waren wegen „Moharebeh“ von der Abteilung 15 des Revolutionsgerichts in Teheran unter Vorsitz von Richter Salavati nur einen Monat nach ihrer Festnahme zum Tode verurteilt worden.
Die Justiz behauptet, Hatami habe während der Proteste an der Brandstiftung einer Basij-Basis in der Damavand-Straße in Teheran teilgenommen. Die Verteidiger wiesen diese Darstellung jedoch unter Berufung auf Videomaterial zurück und erklärten, dass Kräfte in Zivil Demonstrierende in einem Gebäude eingeschlossen, die Türen verriegelt und selbst das Feuer gelegt hätten.
Amirhossein Hatami war einer von sieben Angeklagten in diesem Fall. Die weiteren Angeklagten sind Mohammadamin Biglari, Shahin Vahedparast Kalur, Abolfazl Salehi Siavashani, Ali Fahim, Shahab Zahdi und Yaser Rajaeifar.
Nach Informationen von Hengaw befinden sich vier weitere Gefangene in diesem Fall — Mohammadamin Biglari, Shahin Vahedparast Kalur, Abolfazl Salehi Siavashani und Ali Fahim —, die zuvor zusammen mit Amirhossein Hatami in Einzelhaft verlegt worden waren, in akuter Gefahr, ebenfalls hingerichtet zu werden.